Sieg im Overtime-Krimi: White Wings siegen im ersten Saisonspiel

Bereits der erste Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wurde für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau ein erster Indikator dafür, wo das Team leistungstechnisch steht. Auswärts ging es für die Mannschaft von Headcoach Simon Cote gegen die favorisierten scanplus baskets Elchingen, die in dieser Saison einen der stärksten Kader der Liga stellen. Über lange Strecken blieb das Spiel ausgeglichen. Erst in der dritten Overtime siegte Hanau mit einem hauchdünnen Vorsprung von 100:101.

„Mit diesem Ergebnis hat auf jeden Fall niemand von uns gerechnet“, sagt White-Wings-Geschäftsführer Sebastian Lübeck nach dem Spiel. Das liegt auch an der sehr dünnen Rotation, mit der die Hanauer angereist waren. Die FIBA-Lizenzierung der Spieler Ryan Beisty und Preston Beverly hatte sich verzögert, außerdem sollte Till-Joscha Jönke aufrund seiner Erkrankung noch geschont werden. Somit spielte Hanau über weite Strecken mit gerade einmal zwei Auswechselspielern. Erst am Ende der dritten Verlängerung ging dann der noch geschwächte Kapitän aufgrund von Foul-Trouble doch noch aufs Feld.

Dennoch zeigte das Team keinerlei Schwäche und war von Anfang an voll im Spiel. Das erste Viertel wurde mit 14:17 gewonnen. Auch den zwischenzeitlichen 10-Punkte-Rückstand von 56:46 am Ende des dritten Viertels egalisierte die Mannschaft im vierten Spielabschnitt und erkämpfte so eine Overtime. Oder besser gesagt drei. Denn auch die Verlängerung war Spiegelbild der bisherigen Partie: Zwei Teams kämpften auf Augenhöhe um jeden Meter und schenkten dem Gegner nichts. Immer wieder wurden Vorsprünge ausgeglichen, mitunter durch entscheidende Treffer kurz vor Schluss, wie etwa dem Dreier von Miquel Servera in der zweiten Overtime zwei Sekunden vor Schluss zum 91:91. Selbst als Hanau aufgrund der fünf Fouls von Josef Eichler und Felix Hecker stark in Bedrängnis kam, ließen sich die White Wings nicht aus der Ruhe bringen, verteidigten stark und sicherten sich mit einem erneuten Buzzer-Beater von Servera dann den hauchdünnen Sieg.

„Das ist ein Spiel, wie du es vermutlich nur einmal in deiner Karriere so hinbekommst“, sagt Lübeck. Vor allem aber war es nicht etwa eine besonders herausragende Leistung einzelner Akteure, sondern schlicht die extrem gute Zusammenarbeit aller Spieler: „Das Team hat hervorragend zusammen gespielt und sich den Sieg gemeinsam erkämpft. Von Minute eins an war immer der Wille da, gewinnen zu wollen. Es gab keine Sekunde, in der auch nur einer den Kopf hängen gelassen hat. Mit diesem Erfolg können wir mehr als zufrieden sein.“