White Wings gehen in Rostock unter

Mit einer herben Niederlage gehen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau aus dem letzten Doppelspieltag der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Trotz eines guten Auftakts ging die Mannschaft von Headcoach Simon Cote am Ende bei den ROSTOCK SEAWOLVES unter. Das Spiel endete 86:55.

Dabei hatte das Spiel gut begonnen. „Ähnlich wie in den vorherigen Spielen kamen wir gut rein und konnten mithalten“, sagt Cote. Gerade über Kalidou Diouf und Dorian Pinson kam die Mannschaft früh an erste Punkte, doch auch Luquon Choice, der sich von seiner leichten Verletzung erholt hatte, traf zunächst gut. Dann allerdings antworteten die Seawolves mit einem Dreier durch Terrell Harris auf einen getroffenen Freiwurf von Alexander Angerer – und legten eindrucksvoll per Dunking durch Tom Alte nach. In der Folge kam Rostock in einen Lauf und entschied so das erste Viertel mit 20:13 für sich.

Im zweiten Viertel bäumten sich die EBBECKE WHITE WINGS Hanau gegen den Druck der Rostocker auf. Angerer eröffnete per Korbleger, dann traf auch Talley aus kurzer Distanz, ehe Choice für drei verwandelte. Innerhalb von viereinhalb Minuten gelang es den Hanauern so, zum 26:26 auszugleichen. Dann allerdings konterte Rostock wieder mit einem starken Lauf – sowohl Tony Hicks, als auch Harris versenkten ihre Würfe und brachten in kürzester Zeit elf Punkte auf das Rostocker Konto. Mit diesem Druck taten sich die White Wings schwer. Und gerade, als es für Rostock aus der Distanz besonders gut lief, fielen für Hanau die Dreier nicht. Die Ausbeute war mit 2 von 23 äußerst mager. „Wenn die Würfe nicht fallen, kommt ganz schnell Frust auf“, so Cote.

Dieser machte sich dann vor allem in der zweiten Hälfte stark bemerkbar. Während es noch knapp vier Minuten gelang, auf einer überwindbaren Schlagdistanz von neun Punkten zu bleiben, ging anschließend nicht mehr viel zusammen. Egal ob aus der Nähe, per Freiwurf oder von der Drei-Punkte-Linie – die Würfe wollten einfach nicht fallen. Rostock nutzte die Schwächephase konsequent aus und zog davon. Als Diouf zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels endlich mal wieder einen Treffer landen konnte, stand es bereits 60:39.

Und auch im letzten Viertel ging es genau so weiter. Die ROSTOCK SEAWOLVES machten offensiv Druck, während es den White Wings offensiv wie defensiv nicht gelang, wieder in einen Rhythmus zu kommen. „Aktuell geht es gar nicht so sehr um Basketball – es geht um uns. Füreinander zu kämpfen, gemeinsam zu spielen, das Team an vorderste Stelle zu setzen. Das sind unsere aufgaben – und das haben wir leider nicht gemacht“, erklärt Cote. Statt an die starken Momente des Tübingen-Spiels anzuknüpfen, erinnerte die zweite Halbzeit auf Seiten der Hanauer vor allem an die Overtime des Freitagspiels, in denen sich am Ende die Fehler häuften. „Wir haben vor allem ab dem Zeitpunkt, als Rostock anfing, sehr gut zu spielen, nicht mehr gut ausgesehen.“ Und obwohl die White Wings sich am Ende noch ein wenig fingen und ein paar Punkte aufs Scoreboard brachten, war das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Die Seawolves gewannen verdient mit 86:55.

Dennoch: Der Hanauer Headcoach sieht optimistisch nach vorne. „Schalke und Paderborn haben ebenfalls verloren. Wir haben noch vier Spiele – die wollen wir nutzen. Wir müssen miteinander sprechen, uns neu sortieren. Und in unserem letzten Monat in dieser Saison alles für die White Wings geben. Noch haben wir die Möglichkeit, in der ProA zu bleiben. Am Freitag haben wir gesehen, dass wir gut spielen können – wir müssen genau diese Leistung abrufen.“ Highlights aus der Partie sowie die Pressekonferenz können im Livestream-Channel der EBBECKE WHITE WINGS Hanau unter https://airtango.live angesehen werden.

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Jordon Talley (13 Punkte/2 Rebounds/2 Assists)
Josef Eichler (2/4/1)
Bryan Smithson (2/2/0)
Dorian Pinson (7/2/1)
Luquon Choice (13/6/2)
Alexander Angerer (5/6/2)
Jarekious Bradley (1/0/0)
Benedikt Nicolay (0/0/0)
Kalidou Diouf (12/9/0)