Sensationssieg bringt Platz 15

Den enttäuschenden 20. Spieltag haben die EBBECKE WHITE WINGS Hanau nicht nur schnell abgeschüttelt – sie haben auch direkt die richtige Antwort geliefert. Mit einer extrem starken Performance haben sie auch das Rückspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier gewonnen. Dank des eindrucksvollen 55:95-Erfolgs haben die Hanauer endlich den letzten Tabellenplatz verlassen und klettern auf Rang 15.

Entsprechend klare Worte fand Headcoach Simon Cote nach der Partie: „Das war unser bestes Spiel in dieser Saison.“ Das machte sich bereits früh bemerkbar. Nicht nur gingen die White Wings direkt in Führung – sie konnten auch offensiv immer wieder Druck aufbauen und einige Zähler Abstand zu den Gladiators gewinnen. Und bereits früh wurde deutlich, dass das Team eine wichtige Lehre aus dem Paderborn-Spiel gezogen hatte, traten die Hanauer doch in diesem Spiel konsequent als eingeschworene Mannschaft auf. Und so verteilten sich auch die Punkte über diverse Schultern – wenngleich zunächst vor allem Luquon Choice einen starken offensiven Eindruck hinterließ.

Spätestens ab dem zweiten Viertel jedoch waren die White Wings von allen Positionen brandgefährlich – und für die Gastgeber nicht mehr zu stoppen. Die Neun-Mann-Rotation gab den Hanauern deutliche Kraft, die sie nutzten: „Wir hatten so die Möglichkeit, dauerhaft Druck zu machen.“ Und das taten sie auch. So eröffneten die White Wings das Viertel mit zwei starken Dreiern durch Choice – gefolgt von einem Dritten durch Jarekious „JB“ Bradley. Er, aber auch Bryan Smithson hinterließen in dieser Woche einen deutlich stärkeren Eindruck und wurden ihrer Rolle als Routiniers gerecht. „Sie haben uns deutlichen Aufwind gegeben.“ Smithson tat sich vor allem als aufmerskamer Aufbauspieler hervor, verteilte Assists, las das Spiel der Gegner, holte Steals heraus.

Was folgte, waren drei hochkonzentrierte Viertel, in denen Trier nicht mehr wirklich zum Zug kommen sollte. Denn vor allem defensiv lief es hervorragend. Die White Wings ließen kaum offene Würfe zu und setzten Trier so gewaltig unter Druck. Gerade Schlüsselspieler Jermaine Bucknor kam offensiv überhaupt nicht zum Zug und holte für sein Team am Ende nur drei Punkte. Allerdings leisteten sich die Gladiators ganze 20 Turnover, welche die White Wings dankend annahmen und nutzten, um weitere Punkte auf ihr Konto zu bringen. Entsprechend sahen auch die Endergebnisse der drei überragenden Drittel aus: 10:28, 12:27, 14:20.

Für diesen starken Sieg gab es laut Cote zwei wichtige Gründe: „Zum einen haben wir sehr hart gespielt. Zum anderen haben wir über den kompletten Spielverlauf als Mannschaft zusammengespielt. Sowohl in der Offense als auch der Defense haben wir einen hervorragenden Job gemacht. Das ist unser Spiel, so wollen wir auftreten. Und so können wir auch gewinnen.“


Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Jordon Talley (14 Punkte/1 Rebounds/4 Assists)
Josef Eichler (6/1/0)
Bryan Smithson (7/1/5)
Dorian Pinson (17/7/4)
Jeramie Woods (0/5/0)
Luquon Choice (18/4/0)
Alexander Angerer (8/7/1)
Jarekious Bradley (20/0/0)
Benedikt Nicolay (0/1/0)
Kalidou Diouf (5/7/2)