HEBEISEN WHITE WINGS Hanau kassieren in Trier die erste Auswärtsniederlage

Jetzt hat es die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau auch auswärts erwischt: Am siebten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA kassierten die Hessen bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier am Dienstagabend die erste Niederlage in der Fremde. Nach zuvor drei überraschenden Auswärtssiegen gab es eine 65:75 (37:36)-Pleite, die vor allem durch eine miserable Quote aus der Zone zustande kam – nur 30 Prozent der Zwei-Punkte-Versuche landeten im Korb.

Knackpunkt für Niederlage war das dritte Viertel, in dem den Hanauern kein einziger erfolgreicher Wurf aus der Zone gelang. Lediglich drei Dreierversuche fanden ihr Ziel, sodass der dritte Abschnitt mit 9:20 verloren ging – eine Hypothek, die das Team von Headcoach Simone Cote im Schlussviertel nicht mehr wettmachen konnte. „Trier hat die nahen Korbabschlüsse sehr gut verteidigt. Wir hätten deutlich effektiver agieren müssen, um den Sieg ‚klauen‘ zu können“, bilanzierte Sportdirektor Helmut Wolf. Ein starker Christian von Fintel, der fünf Dreier versenkte und auf insgesamt 22 Punkte kam, reichte nicht aus.

Die Hanauer kamen gut in die Partie. Nach ausgeglichenem Start zogen sie schnell bis auf 13:4 davon – auch dank zweier Dreier von Josef Eichler. Die Gäste konnten die Gladiatoren auch in der Folge auf Distanz halten und lagen zwei Minuten vor dem Viertelende mit 19:12 vorne. In den letzten zwei Minuten gelang ihnen allerdings kein Korb, während die Hausherren durch Lucien Schmikale und Jermaine Bucknor zwei Dreier sowie durch Justin Alston eine Sekunde vor der Sirene einen Zweier erfolgreich abschlossen – Trier ging deshalb mit einem 19:18-Vorsprung ins zweite Viertel.

In das starteten die Hanauer furios – vor allem Christian von Fintel, der binnen dreieinhalb Minuten elf Punkte markierte. Die HEBEISEN WHITE WINGS zogen so bis auf 31:22 davon. In den folgenden fünfeinhalb Minuten lief dann aber kaum etwas zusammen – den Hanauern gelangen in dieser Phase nur zwei Zähler, sodass Trier den Rückstand nicht nur verkürzen, sondern sogar in eine 34:33-Führung umwandeln konnte. Dank Kapitän von Fintel, der in diesem Viertel auf bärenstarke 14 Zähler kam, und Chase Adams wendeten die Gäste das Blatt bis zur Pause aber erneut – in die Kabine nahmen die Hanauer eine 37:36-Führung mit.

Im Pausentee hatten die White Wings an diesem Dienstag aber offenbar Baldrian, denn im dritten Viertel war es vorbei mit der Hanauer Herrlichkeit. Es dauerte fast vier Minuten, bis Luquon Deonti Choice mit einem Dreier die ersten Punkte aufs Hanauer Konto brachte – da führte Trier aber bereits mit 44:37. Danach mussten die mitgereisten Fans der Hessen wieder vier Minuten warten, ehe es erneut Grund zum Jubeln gab: Bei Christian von Fintels erfolgreichem Versuch aus der Distanz lagen die Hanauer dann aber schon mit 40:51 hinten. Mehr als ein weiterer Dreier des Kapitäns sollte auch nicht mehr hinzukommen, sodass nach einem mit 9:20 verlorenen Viertel eine 56:46-Führung der Gastgeber auf der Anzeigentafel leuchtete.

Im Schlussabschnitt fingen sich die Mannen von Simon Cote zwar wieder, am Trierer Sieg änderte das aber nichts mehr. Dichter als sieben Punkte kamen die Hanauer nicht mehr heran, auch wenn sie an der Freiwurflinie erneut äußerst effektiv agierten – insgesamt fanden 15 von 18 Versuchen ihr Ziel. Die Niederlage wäre sogar noch deutlicher ausgefallen, wenn Chase Adams in der Schlussminute nicht noch zwei Dreier in den Korb gesetzt hätte. So hieß nach einem ausgeglichenen letzten Viertel (19:19) am Ende aus Hanauer Sicht 65:75.

Weiter geht es für die Brüder-Grimm-Städter bereits am kommenden Samstag – dann wieder in eigener Halle. Gegner in der Main-Kinzig-Halle sind ab 19.30 Uhr die Uni Baskets Paderdorn. Das Team von Headcoach  Uli Naechster spielt bislang eine durchwachsene Saison. In sieben Spielen gelangen Paderborn drei Siege – zuletzt am Dienstagabend ein 74:70 gegen Ehingen. Auswärts mussten die Westfalen dabei bislang erst zweimal ran – und ließen dabei mit einem 72:70-Erfolg bei der Orange Academy aufhorchen. Auffälligster Akteur in Reihen der Paderborner war bislang der amerikanische Neuzugang Devonte Devon Brown. Dem 25-jährigen Amerikaner gelangen im Schnitt 13,6 Punkte. Gegen Ehingen hieß der Matchwinner aber Morgan Grim, der 21 Punkte auf seinem Konto verbuchte.

Zu sehen ist die Partie im Livestream unter www.proastream.de.

Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:

Chase Adams (11 Punkte/6 Rebounds/2 Assists)
Paul Albrecht (4/0/0)
Josef Eichler (8/2/1)
Till-Joscha Jönke (12/6/3)
Jonas Herold (0/0/0)
Luquon Deonti Choice (5/7/2)
Lavon Maurice Long (0/1/0)
Christian von Fintel (22/4/0)
Benedikt Nicolay (0/1/0)
Christopher Gerard Brady (3/0/0)