Unbequeme Aufgabe: HEBEISEN WHITE WINGS müssen zur OrangeAcademy

Auf die HEBEISEN WHITE WINGS warten am zweiten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA eine unbequeme Aufgabe. Die Hanauer müssen am Sonntag (17 Uhr) zum Aufsteiger OrangeAcademy. Das Farmteam von Bundesligist ratiopharm Ulm ist aufgestiegen und von Weißenhorn nun endgültig nach Ulm umgesiedelt. Die Zusammenarbeit dürfte entsprechend weiter intensiviert werden. Der Auftaktsieg der Gastgeber macht die Sache für die Flügelträger nicht unbedingt einfacher.

Kurios: Die Ulmer starten mit vier Heimspielen in die Saison, können so sich eine gute Ausgangslage verschaffen. Zumal bei den Farmteams bekanntermaßen vor allem bei den Heimspielen die talentierten Doppellizenzspieler auflaufen. Und die wollen es den Verantwortlichen beweisen, dass sie eine echte Option für das BBL-Team sein können. Eindrucksvoll ist das Marcell Pongo am ersten Spieltag gelungen. Der 20-jährige Point Guard wurde mit 26 Punkten, sechs Assists und fünf Rebounds zum Matchwinner im Duell mit Ehingen/Urspring. Der Ungar war schon vergangene Saison eine der Säulen im Team des finnischen Coaches Daniel Jansson. Zusammen mit dem gleichaltrigen David Krämer, der in 32 Minuten auf 14 Punkte und sechs Rebounds kam, hielt Pongo die Fäden vergangene Woche in der Hand. Entscheidend waren aber auch die Rebounds (37:26), für die nicht zuletzt Till Pape sorgte. Der Power Forward griff sich acht Rebounds und nutzte seine 2,03 Meter für zehn Punkte. Am ersten Spieltag nicht so auffällig war Kapitän Nils Mittmann. Der Power Forward ist mit seinen 38 Jahren sowas wie der Ziehvater der Truppe. Er ist der einzige Akteur, der über 22 Jahre alt ist. Unter den Körben sind die Ulmer groß aufgestellt. Mit Nicolas Bretzel (18), Mate Fazekas (17), Björn Rohwer (22), Lazar Scekic (16) sind gleich vier Spieler im Kader, die alle über 2,09 Meter messen.

Doch gerade solch junge Spieler sind anfällig für Leistungsschwankungen. Für die Hanauer wird es darum gehen, früh Druck aufzubauen und die Gastgeber zu Fehlern zu zwingen. Passen die HEBEISEN WHITE WINGS selbst wieder gut auf den Ball auf und nutzen die sich bietenden Chancen besser als gegen die Hamburg Towers, ist der erste Saisonsieg absolut im Bereich des Möglichen.