CHRISTEN KEHRT MIT HEBEISEN WHITE WINGS AN ALTE WIRKUNGSSTÄTTE ZURÜCK

Am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Am Hallo, Ernestinenstr. 57, 45141 Essen) treffen die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau in der ProA auf die ETB Wohnbau Baskets Essen. Für einen Flügelträger ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Robin Christen spielte die vergangenen drei Spielzeiten für die Gastgeber. „Vorfreude ist groß vor dem Wochenende gegen Essen. Ich denke es ist nochmal etwas Besonderes, wenn man bei einem Verein drei Jahre gespielt hat und da jetzt das erste Mal mit einem anderen Team spielt“, sagt der Forward, der mit dem klaren Ziel nach Hanau gekommen ist, eine größere Rolle im Team zu spielen. Als Starting-Five-Spieler und mit Blick auf über elf Punkte pro Begegnung – damit rangiert er ligaweit bei den deutschen Spielern unter den Top drei – ist ihm das bislang eindrucksvoll gelungen. Darauf angesprochen, ob es ein komisches Gefühl sein wird, nicht in die Heimkabine zu gehen, antwortet der 24-Jährige: „Die Gästekabine wird sich nicht so sehr unterscheiden, aber es wird trotzdem ungewohnt sein, auf der anderen Bank Platz zu nehmen und auf den falschen Korb zuerst zu spielen.“ Aber es sei schön, wenn man gegen die alten Teamkollegen spiele. „Das wird denke ich Spaß machen.“

Dennoch wird er gemeinsam mit den HEBEISEN WHITE WINGS alles daran setzen, die Euphorie aus den vier gewonnenen Heimspielen mitzunehmen und die ersten Punkte in fremder Halle zu holen. „Für den ersten Auswärtssieg müssen wir es schaffen, in der Defensive konstant auf gutem Niveau zu spielen und wenige Fehler in der Offense zu machen, vor allem weniger Turnover produzieren. Es wird aber ein schwieriges Spiel, weil Essen auch aufstrebend ist und die natürlich auch motiviert sind, aber ich denke, wir haben gute Chancen, wenn wir unseren Stiefel durchziehen“, so Christen. Konkurrent Essen hat sich nach Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn gefangen und rangiert mittlerweile mit fünf Siegen, davon zwei in Serie, auf Platz zwölf. Zuletzt gab es einen 79:66-Erfolg in Paderborn.

Überragender Akteur in der Vorwoche war Tre Bowman mit 30 Zählern. Der Shooting Guard ist ohnehin einer Leistungsträger, erzielt im Schnitt fast 16 Punkte und ist damit die gefährlichste Waffe von Trainer Igor Krizanovic. Die Essener profitieren vor allem von einer starken Guard-Reihe. Neben Bowman ist Shooting Guard Marco Buljevic (9,3 Punkte) und Aufbauspieler Gary Johnson (8,6 Punkte) für Zählbares verantwortlich. Johnson verteilt zudem im Schnitt 5,8 Assists. Eigentlich hätten die Hanauer von ihrer Physis unter den Körben profitieren können. Allerdings müssen sie weiterhin auf Josef Eichler und Joleik Schaffrath verzichten. Der Center verletzte sich beim Heimsieg gegen Chemnitz. Jetzt stellte sich heraus, er wird mit einer Sprunggelenksverletzung für mindestens sechs Wochen ausfallen. Da auch Christian von Fintel weiterhin verletzungsbedingt fehlt, stehen Simon Cote lediglich acht Spieler zur Verfügung. Die Favoritenrolle liegt damit klar bei den Gastgebern.