VIEL HÄRTER ALS VECHTA KANN ES NICHT WERDEN“ – HANAU GEHT OPTIMISTISCH IN DOPPELSPIELTAG

Sonntagvormittag, die Sonne scheint über dem Hanauer Marktplatz, ein traumhafter Herbsttag. Auf einer der Bänke sitzt ein 201 Zentimeter großes Kraftpaket und schlürft Kaffee. Justin Baker wirkt nachdenklich. „Ich versuche das Spiel von gestern zu vergessen“, meint Baker. Der Center der HEBEISEN WHITE WINGS ist überzeugt, das Team zieht seine Lehren aus der Niederlage gegen Vechta. „Wir werden schon in Gotha eine andere Leistung zeigen.“

Das Duell mit Gotha ist der Auftakt zum Doppelspieltag. Am Freitagabend treffen die Küchenexperten in der „Blauen Hölle“ auf einen alten Bekannten: Marco Völler. Der Ex-Hanauer hat bereits in der vergangenen Saison das Trikot der Rockets getragen. Dieses Jahr führt er sein Team als Kapitän aufs Feld. Das interessiert in Hanau – zumindest mit Blick auf die Begegnung – niemanden. „Wir müssen unser Spiel finden, wir arbeiten hart an der Abstimmung, das wird man schon gegen Gotha sehen“, meint Baker. Hoffen können die HEBEISEN WHITE WINGS auf eine tiefere Bank. Aufbauspieler Till-Joscha Jönke steht ebenso vor einer Rückkehr in den Kader wie Luke Loucks. Center Joleik Schaffrath, der sich im Abschlusstraining vor dem Vechta-Spiel einen Bänderriss zugezogen hat, wird hingegen länger ausfallen. Das macht die Aufgabe für Freitagabend nicht leichter. Hanaus Sportdirektor Helmut Wolf zählt die Gastgeber zu den Topteams, rechnet fest damit, dass Gotha am Ende unter den ersten Vier steht. Den Anspruch bestätigten die Rockets am ersten Spieltag, gewannen in Heidelberg 71:62. Überragender Akteur auf dem Feld: Guard Carlton Guyton mit 20 Punkten, vier Assists und vier Rebounds. Baker nimmt es mit Humor. „Viel härter als Vechta kann es nicht werden.“

Nur zwei Tage nach dem Spiel in Gotha empfangen die Hanauer die finke baskets aus Paderborn zum Heimspiel (Sonntag, 4. Oktober, 17 Uhr, Main-Kinzig-Halle). Paderborn verlor sein Auftaktspiel in der eigenen Halle gegen Nürnberg 66:76. Paderborn spielte gegen Nürnberg zumeist mit einer siebener Rotation. Die tiefere Bank wird gegen Hanau also wohl kaum den Ausschlag geben. Paderborn sei ohnehin ein Gegner, der sich eher auf Augenhöhe bewege. Chase Adams drückt dem Spiel am ehesten seinen Stempel auf. 16 Punkte, sechs Assists und sechs Rebounds standen auf dem Scoreboard. Für Rebounds sorgt das Duo Nicholas Tufegdzich und Ivan Buntic. Auch gegen Paderborn wird entscheidend sein, ob die Hanauer auf den kompletten Kader – abgesehen von Schaffrath – zurückgreifen können und in der verkürzten Trainingswoche die Systeme festigen können. Wichtig, so das Coaching Team, dass wir nicht zu sehr ins Grübeln kommen und verkrampfen.