| Wir sind noch nicht am Ende | |
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TGH Vizepräsident Jens Gottwald über den Durchmarsch der TGH-Basketballer: „Aufgeben kam nicht in Frage“ Basketball (sha). Das Projekt „Höhenflug 2012“ setzt nach vielen Jahren harter Arbeit zur Landung an. Sollten die Basketballer der TG Hanau am Samstag den Aufstieg in die ProB amtlich machen, wird es einen Edelfan nicht mehr auf seinem Sitz halten: Jens Gottwald. Der TGH-Vizepräsident, der auch Mitglied des Managements der White Wings ist, fiebert dem großen Tag entgegen wie ein Kind der Bescherung an Heilig Abend. Mit HA-Mitarbeiter Dominik Sharaf hat Gottwald über die Entwicklung der Abteilung und ihre Zukunft gesprochen. Herr Gottwald, stimmt Sie das erfolgreiche Ende des Projekts „Höhenflug 2012“ auch ein wenig wehmütig? Jens Gottwald: „Es macht mich einfach nur glücklich, dass wir den Sprung in das Profigeschäft fast geschafft haben. Ich fühle mich momentan einfach pudelwohl. Es ist fast ein Jahrzehnt vergangen, seitdem wir das Projekt begonnen haben – es waren Höhen und Tiefen dabei, wir mussten einiges lernen. Aber allen voran hat es mir Spaß gemacht, in dieser Stadt eine solche Begeisterung zu entfachen, ein Event wie 'Hanau bebt' aufzubauen und im Rahmen unserer Jugendarbeit zu sehen, wie sich Kinder freuen können. All das waren Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.“ Vor einigen Jahren spielten Sie noch vor 100 Zuschauern in der Jahnhalle. Sie hatten keine amerikanischen Profis, sondern reine Hobbyspieler. Haben Sie sich damals vorstellen können, eines Tages auf diesem Niveau zu agieren? Gottwald: „Im Nachhinein hätte ich mit vielem nicht gerechnet. Aber wir hatten Visionen und haben uns darüber Gedanken gemacht, welche Schritte wir gehen müssen, um diese Ziele zu erreichen. Wir haben unseren Weg konsequent beschritten und dabei auch die nötige Portion Glück gehabt. 1000 Zuschauer zu einer Oberliga-Partie in die August-Schärttner-Halle hielten viele für unmöglich, wir haben zur ersten Ausgabe von 'Hanau bebt' 1800 Zuschauer begrüßt.“ Der Höhenflug hatte auch Tiefen. Gab es Situationen, in denen Sie ernsthaft darüber nachgedacht haben, das Handtuch zu werfen? Gottwald: „Es gab nie einen Punkt, an dem ich an diesem Projekt gezweifelt habe. Wenn wir nachts um zwei zusammengesessen haben, um zu planen und zu organisieren, dachte ich mir schon Mal: Musst du dir das wirklich antun? Der stetige Fortschritt und der Spaß an der Sache waren aber immer ein Antriebsmotor für mich. Hätte es nicht geklappt, hätten wir unsere Fehler analysiert und einfach zwei Jahre drangehangen. Aufgeben wäre aber nicht in Frage gekommen.“ Sie steigen in die ProB, die dritthöchste Spielklasse in Deutschland, auf. Als Ziel hatten Sie aber ursprünglich die zweite Bundesliga ausgegeben. Gottwald: „Die ProB läuft unter dem Markennamen zweite Bundesliga. Als wir das Projekt gestartet haben, war die Klasse noch nicht zweigeteilt – wir können ja nichts für diese Maßnahme. Aber hat irgendjemand gesagt, dass wir schon am Ende sind?“ Das klingt danach, als rolle der nächste Höhenflug bereits auf die Startbahn. Wie wird es in der ProB weitergehen? Gottwald: „Wir arbeiten tatsächlich bereits seit zwei Monaten an einem Konzept auf den bewährten Grundlagen. Es sieht alles danach aus, als würde es sich erneut um eine langfristig angelegte Strategie handeln. Die TGH ist ein großes Schiff, das als gut geführter Verein viele Möglichkeiten eröffnet. Ich denke dabei etwa an die erhöhte Präsenz in der Stadt, aber auch an die Medienarbeit. Am Samstag berichtet ein Fernsehsender, wir werben im Radio auf drei Wellen. Das kann sonst kein Regionalligist von sich behaupten.“ Welche sportlichen Chancen wird die Mannschaft in der ProB haben? Gottwald: „Ich hoffe, mich in einigen Monaten nicht eines Besseren belehren lassen zu müssen. Aber ich glaube daran, dass wir auch in dieser Klasse frisch und frech aufspielen können. In Sachen Halle und Organisation können wir mit der Konkurrenz locker mithalten, sportlich sieht es gegen die meisten Clubs nicht anders aus. Insgesamt sehe ich den Sprung in die ProB als kleineren Schritt als den Aufstieg innerhalb der Regionalligen vor zwei Jahren.“ (Hanauer Anzeiger/Dominik Sharaf)
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