| White Wings bitten zum Showdown | |
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Basketball-Regionalligist will am Samstag Meisterschaft und Aufstieg feiern Es soll der letzte Akt des Dramas sein: Die Basketballer der Turngemeinde Hanau (TGH) wollen am Samstag (19 Uhr) in der Main-Kinzig-Halle mit einem Sieg die Meisterschaft in der Regionalliga und den Aufstieg ins Profigeschäft perfekt machen. Es wäre das märchenhafte Ende des Projekts „Höhenflug 2012“. Im Weg steht nur noch der TuS Treis-Karden. Ausgerechnet die Moselstädter, die die die TGH auf ihrem Triumphzug noch abfangen wollen. Dass es dazu nicht kommt, wollen bis zu 1000 begeisterte Hanauer Fans sicherstellen. Egal ob auswärts oder zu Hause, sie schrien ihre Stars in dieser Spielzeit von Sieg zu Sieg. Mit der lautesten Tribüne der gesamten Regionalliga im Rücken kann für die White Wings eigentlich nichts schief mehr gehen, schließlich sind sie vor heimischen Publikum noch ungeschlagen. Die Hanauer verloren in dieser Saison überhaupt erst eine einzige Partie, begeisterten mit Offensivbasketball der Spitzenklasse und brachten vermeintlichen Titelkandidaten bittere Demütigungen bei. Der blitzschnelle US-Profi Anish Sharda spielte die Gegner mit seinen Alleingängen reihenweise schwindelig und sorgte mit seinen Tricks für sportliche Feinkost. Sein amerikanischer Landsmann Lionel Sullivan donnerte die Basketbälle reihenweise durch den Ring. Oft fehlte nicht viel, dann hätte das 2,01 Meter große Kraftpaket aus Detroit die Korbanlage in Stücke gerissen. Und schließlich ist da noch Sebastian Köhnert, virtuoser Scharfschütze von der Dreierlinie, der Hanau mit seinen phänomenalen Abschlüssen ein ums andere Mal zum beben brachte. Das Gehirn hinter dem Erfolg der White Wings ist der neue Trainer Hans Beth. Der bundesweit bekannte Basketballfachmann aus Mainz ist längst auch Hanauer geworden und hat es geschafft, aus zwölf Sportlern eine funktionierende Mannschaft zu machen. Und ganz nebenbei hat Beth nach Heimsiegen sein Talent als Einheizer unter Beweis gestellt. Erfolg auf der ganzen Linie hieß es also für die Turngemeinde – da kann selbst Leistungsträger Köhnert nur staunen: „Ich bin überrascht, dass wir so konstant auf hohem Niveau spielen.“ Sollte die Turngemeinde am Samstag ein weiteres Mal auftrumpfen, wäre ein Hanauer Märchen perfekt. Vor neun Jahren startete die Abteilungsleitung den ambitionierten Versuch, als Oberligist bis 2012 in die zweite Liga durchzumarschieren. Es folgten zwei Aufstiege, immer mehr Fans kamen in die Halle, immer bessere Spieler trugen das Trikot der White Wings. Zuletzt stimmte die sportliche Leistung, die Regionalligamannschaft präsentierte sich in teils überragender Verfassung. Dass jetzt der Aufstieg in die ProB zum Greifen nahe ist, scheint die mit vier amerikanischen Profis bestückte Mannschaft nicht in Sicherheit zu wiegen. Im Gegenteil: „Schaulaufen gibt es erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist“, sagt Trainer Beth und beschwört seine Schützlinge. „Wir gehen das Duell mit Treis-Karden an wie jede andere Partie. Und jede Partie ist ein Spitzenspiel“, so der Headcoach. Am Erfolg haben die unermüdlichen Fans gehörigen Anteil. Wenn es in den letzten Wochen „Let's go White Wings, let's go“ durch die Arena schallte, zeigten sich viele Gastmannschaften beeindruckt. Und wenn sich die Halle in den letzten Sekunden einer Partie geschlossen von ihren Plätzen erhob, waren sogar die eigenen Spieler beeindruckt. „Die Atmosphäre in Hanau ist einfach der helle Wahnsinn“, meint der ehemalige Collegespieler Chris Miles, der schon vor 20 000 Menschen Körbe warf. Die Main-Kinzig-Halle hat ihn trotzdem beeindruckt. Damit die Lautstärke bei der wichtigsten Begegnung des Jahres kein Dezibel nachlässt, heizt die TGH ihren Anhängern mit allerlei Entertainment ein. Für Tanzeinlagen sorgen die zehn Engel des White Wings Dance Teams, Spektakuläres gibt es von den Mitgliedern der Cheerleading-Crew zu sehen und für gute Laune sorgt Biber-Maskottchen „WhiWi“. Die Partie TG Hanau gegen TuS Treis-Karden beginnt um 19 Uhr, die Main-Kinzig-Halle öffnet bereits eine Stunde zuvor und lockt mit breitem Rahmenprogramm. Der Eintritt kostet sechs Euro (Erwachsene) beziehungsweise drei Euro (ermäßigt). Für Gruppen ist beim Kauf von zehn Karten die elfte kostenlos. Für 40 Euro gibt es ein VIP-Ticket mit exklusivem Platz direkt am Spielfeldrand inklusive Catering. (Hanauer Anzeiger/MainLeben)
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